Die meisten Lebensläufe – egal ob streng fachlich oder eher leserfreundlich gestaltet – sollten auf jeden Fall die Person erwähnen, um die es im gesamten Lebenslauf eigentlich geht. Dieser Text – auch wenn er nicht so wichtig erscheint wie die fachlichen Kompetenzen – sollte sehr sorgfältig durchdacht werden, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er das Erste, was gelesen wird, und auf seiner Grundlage entsteht das erste Bild, der erste Eindruck von dir. Im Folgenden versuchen wir kurz zusammenzufassen, anhand welcher Aspekte man mit einer solchen Einleitung beginnen sollte.
Eine gute Einleitung im Lebenslauf ist keine Biografie, kein Motivationsschreiben und keine selbstbeweihräuchernde Werbung, sondern eine kurze, zielgerichtete Antwort auf die Frage: Warum lohnt es sich, über mich weiterzulesen? Die erste und wichtigste Regel ist, sie für eine konkrete Position zu schreiben und nicht in einem „allgemeinen Bewerber“-Tonfall. Wenn du für jede Stelle dieselbe Einleitung verwendest, wird man das merken – und es funktioniert selten.
Am Anfang der Einleitung solltest du klar sagen, wer du fachlich bist, und nicht, dass du „motiviert und engagiert“ bist. Zum Beispiel: „Ich arbeite seit 15 Jahren als Backend-Entwickler in PHP- und Laravel-Umgebungen“ – das liefert echte Information. Im Gegensatz dazu sagen Sätze wie „Ich arbeite gerne im Team und suche neue Herausforderungen“ nichts Konkretes über dich aus. Das kann jeder schreiben.
Der nächste Schritt ist zu erklären, worin deine Stärken liegen und warum das für den Arbeitgeber nützlich ist. Schreibe keine bloße Aufzählung, sondern stelle einen Zusammenhang her. Zum Beispiel: „Ich habe Erfahrung in der Entwicklung komplexer, mehrsprachiger Webanwendungen, bei denen Skalierbarkeit und saubere Architektur zentrale Anforderungen waren.“ Das schafft Kontext. Ein Gegenbeispiel wäre: „Ich bin stressresistent und arbeite präzise“ – das klingt eher nach einem Persönlichkeitstest als nach einer fachlichen Vorstellung.
Wichtig ist, über Ergebnisse zu sprechen und nicht nur über Aufgaben. „Ich habe APIs entwickelt“ wirkt weniger stark als „Ich habe stark frequentierte APIs konzipiert und optimiert“. Du musst keine Zahlen erfinden, aber die Wirkung sollte spürbar sein. Die Einleitung ist nicht der Ort für Details, kann aber darauf hinweisen, dass echte Erfahrung vorhanden ist.
Vermeide leere Floskeln und zu lange Sätze. Wenn ein Satz zweimal gelesen werden muss, ist er bereits zu kompliziert. Personalverantwortliche oder Fachvorgesetzte analysieren den Text nicht im Detail, sondern überfliegen ihn. Er sollte Rhythmus haben und leicht verdaulich sein.
Am Ende kannst du dezent andeuten, wonach du suchst, aber ohne zu bitten oder Forderungen zu stellen. Ein gutes Beispiel: „Ich möchte in einem Team arbeiten, in dem ich echte Entscheidungsverantwortung für technische Lösungen habe.“ Ein schlechtes Beispiel: „Ich übernehme gerne jede Arbeit, Hauptsache ich kann mich weiterentwickeln.“
Insgesamt ist eine gute Einleitung ehrlich, konkret und zielgerichtet. Sie versucht nicht, alles zu sagen, sondern nur das, was es wert macht, deinen Lebenslauf weiterzulesen. Wenn jemand nach dem Lesen klarer sieht, für welches Problem du eine Lösung sein kannst, hast du deine Aufgabe gut erfüllt.